Range Rover Evoque

Range Rover Evoque. Foto: Hersteller



Mit dem Evoque betritt der britische Allrad-Spezialist einen neuen Weg. Der kleine Range Rover trägt nicht mehr den technoid-rustikalen Dress des Range Rovers, sondern will mit seiner eleganten Coupé-Silhouette eine solvente, urbane Klientel ansprechen.

 

Die  ausgeprägte Keilform  sieht gut aus – sorgt aber auch dafür, dass sich der Evoque nicht als Kindergarten-Transporter qualifiziert. Vor allem beim Zweitürer ist der Zustieg nach hinten unbequem: Der Vordersitz lässt sich nur zeitraubend langsam über die elektrische Sitzverstellung verstellen und der Durchstieg bleibt schmal. Zudem ist auf beiden hinteren Sitzen kaum Platz für Erwachsene und auch die besonders niedrigen Fensterflächen im Fond tragen nicht zum Wohlbefinden bei. Der Viertürer macht es nur weniger besser.

 

Ganz anders ist die Raumsituation auf den Vordersitzen. Gut geformte und elegante Sessel bieten auch groß gewachsenen Passagiere ausreichende Einstellungsmöglichkeiten, das Multifunktions-Lenkrad kann in Höhe und Neigung verstellt werden und zeigt eine durchdachte Funktionalität. Die Schalter sind gut zu erreichen, griffig und intuitiv zu bedienen. Gebürstetes Aluminium, Holz oder Leder in hochwertiger Verarbeitung sorgen für einen markentypischen Qualitätseindruck.

 

Aktuell kommen ausschließlich Vierzylindermotoren zum Einsatz: zwei Diesel sowie ein Benzinaggregat. Der akustisch zurückhaltende Zweiliter-Benziner ist zunächst ausschließlich mit einem Sechsgangautomaten gekoppelt und leistet 240 PS. Die Beschleunigung von Null auf Tempo 100 erfolgt in 7,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 217 Stundenkilometern. Die Diesel, beide mit 2,2-Liter Hubraum, gibt es mit 150 PS und 400 Nm-Drehmoment sowie 190 PS und 420 Nm jeweils ab 1750 Umdrehungen. Beide Selbstzünder können mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe geordert werden.

 

Durch Verwendung von Leichtbaumaterialien konnte das Gewicht auf etwa 1.700 Kilogramm gehalten werden. So kommt der Benziner auf einen durchschnittlichen Verbrauch von 8,7 Liter auf 100 Kilometer und die Diesel verbrauchen sparsame 5,7 Liter. Der frontgetriebene Selbstzünder macht es mit 4,9 Litern bei einem CO2-Ausstoß von 129 g/km  noch etwas besser.

 

Für gute Geländefähigkeiten sorgt das „Terrain Response System“. Range-Rover-typisch kommt der Evoque auch abseits asphaltierter Straßen voran: er macht auch auf Schotter, Schlamm und steilen Naturpfaden eine gute Figur. Für die Kunden, die auf die teure Allradtechnik verzichten können, gibt es eine Version mit Frontantrieb.

 

Der Kofferraum kann flexibel konfiguriert werden. Der Fünftürer bietet mit 450 Litern in etwa die Größe des VW Tiguan – das maximale Volumen bei umgeklappten Rücksitzen liegt beim Coupé bei 1.350 Liter, der Fünftürer kommt auf 1.445 Liter.

 

Schönheit will bezahlt sein, weshalb die Coupé-Version des Evoque immer 1.000 Euro mehr kostet als der Fünftürer. Der Einstiegspreis für den frontgetriebenen Diesel eD4 beträgt 33.100 Euro, wobei die recht komplette Serienausstattung unter anderem ein Start-Stopp-System, Teilledersitze, Parksensoren hinten und beheizbare Außenspiegel umfasst. Für den, der mehr investieren kann, gibt es etwa ein System aus fünf Kameras, die das unmittelbare Umfeld auf einem Bildschirm in der Mittelkonsole zeigen, ein Dual-View-Bildschirm mit unterschiedlichen Darstellungen für Fahrer und Beifahrer (Navigation, DVD) oder einen automatischen Einparkassistenten. Rro




Range Rover Evoque. Foto: Hersteller





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